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Sensomotorische Einlage: Was steckt dahinter?
Orthopädietechnik

Sensomotorische Einlage: Was steckt dahinter?

Eine sensomotorische Einlage ist eine orthopädische Schuheinlage mit gezielt angeordneten Erhöhungen oder Druckelementen, die sensorische Reize am Fuß setzen sollen. Sie wird bei ausgewählten Auffälligkeiten der Fußstellung oder des Bewegungsablaufs eingesetzt und individuell an Fußform und Versorgungsbedarf angepasst.

Viele Eltern und Erwachsene fragen uns im Concept Store, was genau eine sensomotorische Einlage von einer „normalen“ Einlage unterscheidet und ob sie für sie infrage kommt. Hier erklären wir Ihnen in Ruhe, was dahintersteckt.

Das Prinzip: Reize statt reiner Stütze

Klassische Einlagen arbeiten vor allem passiv: Sie stützen, betten oder entlasten den Fuß. Bei der sensomotorischen Einlage steht ein anderer Gedanke im Vordergrund. Sensomotorik beschreibt die Reaktion der Muskulatur auf gezielte Sinnesreize. Kleine Erhöhungen, etwa unter Zehen, Fußgewölbe oder Ferse, sollen bestimmte Sehnen und Muskeln ansprechen. Nach diesem Konzept soll das Nervensystem auf die Reize reagieren und die Muskelspannung anpassen.

Wichtig ist uns dabei Ehrlichkeit: Die Wirksamkeit sensomotorischer Einlagen wird in Fachkreisen unterschiedlich bewertet. Ob eine solche Einlage im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet deshalb Ihre Ärztin oder Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen.

Wann kommt eine sensomotorische Einlage infrage?

Ärzte verordnen sensomotorische Einlagen bei ausgewählten Auffälligkeiten der Fußstellung oder des Gangbildes, häufig bei Kindern, deren Füße sich noch entwickeln, aber auch bei Erwachsenen. Ob eine solche Versorgung passt oder eine stützende beziehungsweise bettende Einlage besser geeignet ist, hängt vom Befund ab. Die Diagnose stellt immer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt, in der Regel ein Orthopäde. Bei Hellbach bieten wir verschiedene Einlagenarten an: stützende Einlagen, Bettungseinlagen, Premium-, Sport- und Kindereinlagen sowie Kinderschalen.